Im Projekt “Dritte Orte in der ländlichen Entwicklung” beschäftigten sich Studierende des Masterstudiengangs Stadt- und Regionalplanung an der BTU mit Begegnungsorten im ländlich geprägten Landkreis Spree-Neiße. An diesen sogenannten dritten Orte kommen Menschen zusammen, weshalb sie neben dem Zuhause und dem Arbeitsplatz eine wichtige Grundlage des gesellschaftlichen Zusammenlebens darstellen. Im Rahmen des Projekts, das im Wintersemester 2025/26 lief, beschäftigten sich die Studierenden u. a. mit den Fragestellungen:
- Welche demografischen, infrastrukturellen und raumstrukturellen Herausforderungen prägen den ländlichen Raum des Landkreises Spree-Neiße und bestimmen den Bedarf an Dritten Orten?
- Wie lassen sich fundierte Kriterien zur Bewertung, Weiterentwicklung, Erhaltung und Vernetzung Dritter Orte im Landkreis Spree-Neiße ableiten?
- Wie lassen sich die im Forschungsprozess gesammelten Informationen als praxisorientiertes Transferformat für lokale Akteure nutzen?
Das vierköpfige Team der Lehrenden setzte sich aus Mitarbeitenden der AlterPerimentale/Praxisforschungsstelle Cottbus zusammen. Die Veranstaltung wurde im Rahmen der Praxisforschungsstelle Cottbus umgesetzt und unterstützt.

Mit der Zukunftswerkstatt “Vernetzt in die Zukunft – Dritte Orte im Dialog“ zeigten die Studierenden am 17. Februar 2026 im Soziokulturellen Zentrum Cottbus-Sachsendorf, wie Lehre und regionale Praxis zusammenkommen können. Hierbei stellten sie die Ergebnisse der Semesterarbeit vor und kamen mit lokalen und regionalen Akteuren im Landkreis Spree-Neiße ins Gespräch. Trotz Schneetreibens diskutierten über 50 Teilnehmende an Thementischen zu Verbesserungsbedarfen, Wünschen und möglichen Strategien für eine Stärkung und Vernetzung von dritten Orten in Spree-Neiße. Dabei wurde unter anderem deutlich, dass für das Gelingen dritter Orte das produktive Zusammenwirken von Haupt- und Ehrenamt unerlässlich ist und dabei zivilgesellschaftliches Engagement stärker anerkannt und entlastet werden sollte. Auch Räume zum Experimentieren neuer Lösungen sollten immer wieder geschaffen und ausgefüllt werden.

Indem es den Studierenden gelang, Interessierte und Engagierte zu dritten Orten zusammenzubringen, wurde eine landkreisweite Vernetzung angestoßen. Diese kann nun die Grundlage für eine zukünftige Weiterentwicklung und Stärkung von Begegnungsorten auch unter Mitarbeit der Praxisforschungsstelle Cottbus sein.
Ein herzliches Dankeschön an die Studierenden, dass sie sich auf das experimentelle Lehrformat eingelassen und eine gelungene Zukunftswerkstatt organisiert haben, sowie an alle Teilnehmenden für den Austausch. Ebenfalls danken wir dem Team von Lausitz TV für den Filmbeitrag zur Veranstaltung:
