Soziale Landwirtschaft

Orte des Zusammenlebens- und -arbeitens

Die Idee: Demografischer Wandel trifft auf innovative Daseinsvorsorge

Die Gesellschaft altert, das ist auch in der deutsch-polnischen Grenzregion spürbar. Gerade in ländlichen Regionen wird die Versorgungslage schlechter. Es mangelt an Fachkräften im Bereich der Sozialen Arbeit, der Medizin und der Pflege. Aber auch die Agrarwirtschaft hat mit Herausforderungen zu kämpfen: hohe Bodenpreise, eine starke Abhängigkeit von Fördergeldern, Arbeitskräftemangel sowie die Folgen der Klimakrise mit zunehmenden Extremwetterlagen und Ernteunsicherheiten.

Soziale Landwirtschaft sucht nach neuen Wegen: Soziale Dienstleistungen und landwirtschaftliche Produktion werden so miteinander verknüpft, dass wirtschaftliche Stabilität, ökologische Verantwortung und menschliche Fürsorge Hand in Hand gehen. Es entstehen attraktive Arbeitsplätze vor Ort und neue Gemeinschaften des Miteinanders, während Seniorinnen und Senioren die notwendige Unterstützung für einen selbstbestimmten Alltag erfahren. Die Angebote entlasten Familienangehörige und stärken die Gemeinschaft.

Wie gehen wir vor?

Gutes Leben auf dem Land funktioniert nicht allein durch staatliche Dienste. Es braucht auch Nachbarn, gute Ideen und gegenseitige Unterstützung. Regionale Kultur und lokales Wissen sind wichtige Schätze und Wegweiser für die Zukunft. Wir hören zu, fragen nach und verstehen uns dabei nicht als Experten mit fertigen Lösungen, sondern als Lernende.


Zusammen mit Ihnen wollen wir erkunden, welche Bedarfe, Erfahrungen und Unterstützungsnetzwerke es vor Ort gibt. Wie, wo und mit wem wird hier Landwirtschaft betrieben? Wer kümmert sich um die älteren Nachbarn? Was hat sich im Zusammenleben verändert – und wie haben Sie das gemeistert? Wir bringen Menschen und Organisationen zusammen, die die gleichen Ziele haben und entwickeln gemeinsam Ideen, die passen.

Aktuelles aus der Sozialen Landwirtschaft

Wie können landwirtschaftliche Betriebe über ihre Produktionsfunktion hinaus zu Orten der Begegnung werden? Dieser Frage widmete sich die AltePerimentale beim Zukunftsforum Ländliche Entwicklung.
Diskutieren Sie mit beim 19. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung zum Thema Flächen, Gebäude, Kommunikationsraum- & Heimatgestaltung. Jetzt noch schnell anmelden, um am 21./22.01.2026 vor Ort dabei zu sein.

Werkstattprojekt Soziale Landwirtschaft: Unsere Vision

Wir erforschen, erproben und fördern ein neues Wirtschafts- und Lebensmodell: Landwirtschaft und Sozialdienstleistungen wachsen zusammen, getragen von regionalen Betrieben, engagierten Bürgerinnen und Bürgern und Fachleuten. Das sichert Versorgung und Miteinander im Alter, stärkt die Wirtschaft und schützt die Umwelt.

Die Sorge für ältere Menschen ist ein gemeinsames Ziel von staatlicher Fürsorge, zivilgesellschaftlichen Organisationen und privatem Engagement. Wenn Nachbarschaften, Familien, Fachkräfte, Betriebe und Einrichtungen zusammenarbeiten, entstehen tragfähige Lösungen. So wird das Land zukunftsfähig – mit guter Lebensqualität für alle Generationen.

PFS Heinersdorf – Grün-Weiße Kooperation in Oderland-Spree

Auf Basis des Dritten Runden Tischs “Soziale Landwirtschaft“ und langjähriger Forschung zu Bedarfen in Berlin-Brandenburg entwickelte sich die Kooperation zwischen der Praxisforschungsstelle Heinersdorf, der Katholischen Hochschule Berlin und der BTU Cottbus-Senftenberg. Hier finden Sie die Homepage des Projektes Grün-Weiße Kooperation in Oderland-Spree.

Ziel des Werkstattprojektes:

  • Wie lassen sich Räume eines erfüllten Alter(n)s in ländlichen Gebieten konkret gestalten?
  • Unter welchen Bedingungen entstehen attraktive Arbeitskontexte für Pflegende und Betreuer*innen?
  • Welche Impulse setzen innovative Sorgegemeinschaften für Gemeinwesen und Kulturlandschaften?
  • Welche Mehrwerte und Geschäftsmodelle ergeben sich für landwirtschaftliche Betriebe?

Unser Projektvorhaben: Modelle für mehr öko-soziale Lebensqualität auf dem Land

Erstkontakt und Vernetzung

Der Weg beginnt mit vielfältigen Zugangsmöglichkeiten: Über Kontakte in die Region und in den Sozialraum, über Tagungen und Workshops, durch Vernetzung und Vermittlung von Betrieben oder Trägern treten Interessierte erstmals mit dem Projekt in Kontakt. Besondere Bedeutung haben die Erzählcafés, in denen Seniorinnen und Senioren als Expertinnen und Experten ihrer Region Verbindungslinien von Landschaft und ortsbezogener Kultur nachspüren.

Gemeinsame Werkstätten und Prozessbegleitung

Aus dem Zusammenwirken der Beteiligten entstehen „Werkstätten zur öko-sozialen Lebensqualität auf dem Land”. Zentral ist eine umfassende Prozessbegleitung, die Hilfe bei der Entwicklung von Konzepten, Finanzierungsplänen, Vernetzung sowie die Vermittlung von Bestandswissen und Kontakten umfasst. Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen des Projekts begleiten diesen Prozess.

Von der Werkstatt zur sozialräumlichen Veränderung

Die Werkstätten sind Ausgangspunkt für konkrete Transformation: Hier werden unter Berücksichtigung von regionalspezifischen Bedarfen die Bürgerinnen und Bürger eines Ortes mit der lokalen Landwirtschaft, sozialen Diensten und anderen Akteuren im Sozial- und Naturraum zusammengebracht. Mindestens zwei dieser Werkstatt-Prozesse sollen zu realisierten Modellvorhaben im Transferraum führen – Orte, die zeigen, wie biodiversitätssensible Kulturlandschaften, ressourcenschonende Daseinsvorsorge und neue Formen der Teilhabe älterer Menschen ineinandergreifen können.

Menschen stehen während eines Workshop im Kreis und folgen den Worten der Workshopleiterin.

Aktuelles aus der Sozialen Landwirtschaft

Wie können landwirtschaftliche Betriebe über ihre Produktionsfunktion hinaus zu Orten der Begegnung werden? Dieser Frage widmete sich die AltePerimentale beim Zukunftsforum Ländliche Entwicklung.
Diskutieren Sie mit beim 19. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung zum Thema Flächen, Gebäude, Kommunikationsraum- & Heimatgestaltung. Jetzt noch schnell anmelden, um am 21./22.01.2026 vor Ort dabei zu sein.

Kontakt

Werkstattprojekt Soziale Landwirtschaft

E-Mail: SoziaLaWi(at)alterperimentale.de

Prof. Dr. Alexandra Retkowski
Projektleitung

Prof. Dr. Ludger Gailing
Projektleitung

Oscar Corman
Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Susanne Lerche
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Sunna Kovanen
wissenschaftliche Mitarbeiterin

Brandenburgisch Technische
Universität Cottbus-Senftenberg

Tel.: 0049-355-5818751

Lipezker Strasse 47
03048 Cottbus