Was braucht es, um in der Lausitz gut älter zu werden? Mit dieser Leitfrage war das die Praxisforschungsstelle Cottbus in Greifenhain unterwegs. Statt auf formelle Befragungen zu setzen, suchten die Kolleg*innen das Gespräch direkt im Alltag der Menschen: auf der Straße, am Gartenzaun und bei einem offenen Kaffeetreff vor dem Gemeindehaus.
Lebensrealitäten im ländlichen Raum In diesen niedrigschwelligen Begegnungen zeigte sich die thematische Bandbreite der dörflichen Lebensrealität. Die Anwohnenden berichteten von Herausforderungen bei der Mobilität, der Nahversorgung und der Pflege sowie von Einsamkeitserfahrungen. Gleichzeitig wurden nachbarschaftliche Solidarität und soziale Dynamiken – etwa zwischen den Generationen oder zwischen Alteingesessenen und Neu-Dazugekommenen – thematisiert.
Der Vor-Ort-Einsatz in Greifenhain bestätigt den Ansatz unserer Initiative:
- Alltagsnähe: Austausch gelingt am besten dort, wo er direkt an die Lebenswelt anknüpft.
- Vertrauen: Auch kleine Gesprächsrunden ermöglichen tiefe Einblicke in lokale Bedarfe.
- Präsenz: Echte Beteiligung erfordert Zeit und passgenaue Zugänge.
Impulse für die weitere Projektarbeit Die benannten Themen bilden einen wichtigen Ausgangspunkt für unsere kommenden Erprobungsformate. Unter anderem fließen die Eindrücke aus Greifenhain direkt in die Konzeption unseres neuen, verbundübergreifenden Podcasts ein, der das Älterwerden in der Lausitz auditiv begleiten wird.
