Anfang Juli war das Projekt mit einem transdisziplinären Lehrformat auf der Transferale 2026 (organisiert von Zukunft findet Stadt) in Berlin vertreten. Im Zentrum stand die Frage, wie soziale Roboter ältere Menschen im Alltag sinnvoll unterstützen können.
Neffy im Praxistest
Ausprobiert wurde das am sozialen Roboter Neffy. Studierende der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB), der Evangelischen Hochschule Berlin, der Berliner Hochschule für Technik (BHT) und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) entwickelten gemeinsam mit der Johannesstift Diakonie Ideen für seinen künftigen Einsatz. Konzipiert und begleitet wurden die Workshops von Angela Osterheider, wissenschaftlicher Mitarbeiterin im Projekt DigiDa, zusammen mit den Studierenden ihres KHSB-Seminars „Soziale Arbeit und Technik“.
Ort des Geschehens war das Pflege & Wohnen Sunpark in Berlin-Neukölln. Dort diskutierten die Studierenden zunächst untereinander, wie sich Neffy weiterentwickeln ließe. Dann kamen die Bewohnerinnen und Bewohner an die Reihe: Sie probierten den Roboter selbst aus, berichteten von ihren Eindrücken und brachten eigene Vorschläge ein. Partizipative Methoden wie World Café, LEGO® Serious Play® und Think Aloud kamen dabei zum Einsatz, um unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen und gemeinsam Ideen für eine bedarfsgerechte Gestaltung sozialer Robotik zu entwickeln.

Mit älteren Menschen entwickeln statt für sie
Genau dieser Ansatz prägt auch die Arbeit von DigiDa insgesamt. Das Werkstattprojekt nimmt digitale Lösungen der Daseinsvorsorge für ältere Menschen in ländlichen und strukturschwachen Regionen in den Blick. Die Rückmeldungen aus den Workshops zeigen, welche Anforderungen soziale Roboter und digitale Assistenzsysteme erfüllen müssen, damit sie im Alltag tatsächlich nützlich sind. Sie fließen nun in die weitere Projektarbeit ein.
