Praxisforschungsstelle Görlitz
Experimentier- und Praxisraum für soziotechnische Innovationen für ältere Menschen in ländlichen Räumen
Die Praxisforschungsstelle Görlitz, getragen von der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin und der Hochschule Zittau/Görlitz, ist ein Transferinstrument für die Schaffung soziotechnischer Innovationen für ein gelingendes Altern im ländlichen Raum.
AlterPerimentale Praxisforschungsstelle Görlitz
Die AlterPerimentale Praxisforschungsstelle (PFS) Görlitz ist ein zukunftsweisendes Projekt zur Förderung eines selbstbestimmten Lebens im Alter durch die Entwicklung und Erprobung soziotechnischer Innovationen im ländlichen Raum. Im Zentrum steht die Frage, wie digitale Technologien älteren Menschen und ihren Angehörigen helfen können, ihren Alltag eigenständig, würdevoll und aktiv zu gestalten – und das besonders in strukturschwachen Regionen wie der Oberlausitz. Die Praxisforschungsstelle wird als sozialräumlich eingebundener Begegnungs- und Arbeitsraum im Stadtzentrum von Görlitz etabliert. Sie baut auf langjährigen Erfahrungen aus dem bestehenden AAL-Labor (https://gat.hszg.de/projekte-publikationen/aktuelle-projekte/aal-labor-goerlitz) auf. Die PFS ergänzt dieses bestehende Angebot um ein offenes, partizipatives Konzept, das ältere Menschen aktiv in den Innovationsprozess einbindet.
Ein zentrales Merkmal des Projekts ist der co-kreative und partizipative Forschungsansatz: Ältere Menschen, ihre Angehörigen, Pflegekräfte sowie weitere relevante Akteure aus Verwaltung, Wirtschaft und Gesundheitswesen werden eingeladen, ihre Perspektiven und Bedarfe einzubringen. In Workshops, Fokusgruppen und Expert:inneninterviews entsteht ein lebendiger Diskursraum, in dem Technologien nicht nur vorgestellt, sondern auch kritisch reflektiert, angepasst und weiterentwickelt werden. Hierdurch entsteht ein vielseitiges Angebot an Beratungs- und Beteiligungsmöglichkeiten, das digitale Teilhabe niedrigschwellig zugänglich macht.
Neben der praktischen Umsetzung stehen auch wissenschaftliche Fragestellungen im Fokus: Die PFS untersucht systematisch, welche individuellen, sozialen und strukturellen Faktoren die Nutzung technischer Innovationen im Alter beeinflussen. Erkenntnisse aus diesen Studien fließen zurück in die Entwicklung neuer Ansätze und sorgen für eine kontinuierliche Verbesserung der Angebote.
Durch den Aufbau eines Netzwerks mit weiteren Praxisforschungsstellen – etwa in Cottbus (Schwerpunkt soziale Dienstleistungen und Landwirtschaft) und Heinersdorf (Schwerpunkt Engagement und Partizipation) – entsteht ein überregionaler Wissens- und Erfahrungstransfer, der innovative Lösungsansätze nachhaltig verbreiten kann.
Projektziel
Das Hauptziel der PFS Görlitz ist die Förderung eines selbstbestimmten Lebens im Alter durch die partizipative Entwicklung, Erprobung und Etablierung soziotechnischer Innovationen im ländlichen Raum. Die Praxisforschungsstelle fungiert als:
- Beratungsstelle für ältere Menschen, Angehörige und Fachkräfte
- Vernetzungs- und Dialogplattform für gesellschaftliche und institutionelle Akteure
- Experimentierraum für praxisorientierte Forschung und co-kreative Technikgestaltung
- Transferinstrument zur wissenschaftlich fundierten Umsetzung sozial innovativer Ansätze
Dabei wird besonderer Wert auf die sozialräumliche Einbindung, die direkte Einbeziehung betroffener Zielgruppen und die nachhaltige Verankerung der Angebote in der Region gelegt
Projektförderung
Das Projekt wird als T!Raum-Initiative vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.
Was passiert in der Praxisforschungsstelle Görlitz?
Kontakt
Praxisforschungsstelle Görlitz
E-Mail: pfs-goerlitz@alterperimentale.de
Thomas Graf: 03581 3744870
Katharina Schneider: 01515 1734880