Transdisziplinäres und ko-kreatives Forschen ist in urbanen Räumen längst etabliert. In ländlichen, strukturschwachen Gebieten bestehen hingegen noch große Wissens- und Praxislücken. Genau hier setzte ein internationaler Workshop an, der vom 11. bis 12. Juni 2026 an der Technischen Universität in Wien stattfand. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Disziplinen wie Planung, Sozialer Arbeit, Humangeographie und Soziologie kamen zusammen, um ihr Handeln in einem spannenden interdisziplinären Austausch zu reflektieren.
Zentrale Themen und Beiträge der AlterPerimentale
Im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung wurden verschiedene Perspektiven und theoretisch-konzeptionelle Fundierungen (wie „boundary work“ oder „situated geographies“) beleuchtet. Im Fokus der Diskussionen standen unter anderem die Rolle von Universitäten bei der ko-kreativen Gestaltung der Daseinsvorsorge, Methoden der gemeinwohlorientierten Forschung sowie transdisziplinäres Handeln bei sozialen Innovationen.
Aus dem direkten Projektkontext der AlterPerimentale bereicherten zwei spezifische Beiträge das Programm und gaben konkrete Einblicke in unsere Arbeit:
Schnittmengen der Disziplinen: Ein Beitrag widmete sich intensiv den theoretischen und methodischen Verbindungen zwischen der Sozialen Arbeit und der Regionalplanung.
Transfer in der Praxis: Ein weiterer Vortrag stellte die interdisziplinäre Transferarbeit der Praxisforschungsstelle Cottbus vor und machte unsere regionalen Ansätze auf internationaler Bühne greifbar.
Warum dieser Austausch für unsere Initiative so wichtig ist
Für die AlterPerimentale ist interdisziplinäre Zusammenarbeit ein Kernansatz. Unser Ziel ist es, die Gemeinsamkeiten von Sozialer Arbeit und räumlicher Planung direkt mit Ko-Forschenden auszuloten, um das „Gute Leben“ für ältere Menschen in der Praxis zu gestalten.
Mit den innovativen Methoden unserer Praxisforschungsstellen in Cottbus, Görlitz und Heinersdorf sowie durch die Werkstattprojekte soll ein Transfer gelingen, der gemeinsam mit Akteuren aus Zivilgesellschaft, Regionalentwicklung und Sozialwirtschaft vorangetrieben wird. Der Diskurs in Wien lieferte hierfür wertvolle neue Impulse.
Organisation und Ausblick
Organisiert wurde die Veranstaltung in Wien von Ariane Sept und Alexander Hamedinger (TU Wien, Soziologie) sowie von Alexandra Retkowski und Ludger Gailing (Fachgebiete Soziale Dienstleistungen für strukturschwache Regionen sowie Regionalplanung der BTU Cottbus-Senftenberg).
Die tollen Ergebnisse und Diskussionen des Workshops sollen nachhaltig gesichert werden: Es ist geplant, die Erkenntnisse in einem deutsch- und englischsprachigen Sammelband zu veröffentlichen.
