Oderland-Spree

Entwicklungsprojekt zur Grün-Weiße Kooperation in Oderland-Spree

20. Oktober 2025
20. Oktober 2025
Von März bis Juni 2022 wurde gemeinsam mit der BTU Cottbus-Senftenberg und dem ZALF Müncheberg der Grundstein für das Werkstattprojekt „Grün-Weiße Kooperation“ gelegt.

Immer mehr ältere Menschen und gleichzeitig immer weniger Arbeitskräfte in der Pflege – denn auch viele von ihnen stehen kurz vor dem Renteneintritt oder verlassen den Beruf aufgrund von Arbeitsüberlastung. Was kommt da auf uns zu?

Dieses Dilemma duldet keinen Aufschub. Deshalb richten wir den Blick auf ein Modell, das in Ländern wie den Niederlanden und Österreich zunehmend an Bedeutung gewinnt: die Soziale Landwirtschaft. Sie bietet Wohn-, Betreuungs- und Therapieangebote für verschiedene Zielgruppen – darunter auch Senior*innen mit und ohne Pflegebedarf. Sowohl ältere Menschen als auch Pflegekräfte zeigen großes Interesse an diesem Ansatz. Er schafft vielseitige, attraktive Arbeitsplätze im ländlichen Raum und ermöglicht allen Beteiligten, den Alltag in einem natürlichen Umfeld aktiv mitzugestalten.

Wir wollen die Soziale Landwirtschaft in der Region Oderland-Spree gezielt voranbringen. Ihre Einführung ist jedoch kein Selbstläufer. Es braucht tragfähige Unterstützungsstrukturen, die Landwirt*innen und Sozialträger auf diesem neuen Weg begleiten.

Gemeinsam mit Praxispartner*innen und Wissenschaftler*innen haben wir in kurzer Zeit das Konzept für ein Modellprojekt entwickelt: die Grün-Weiße Kooperation in Oderland-Spree, die im Januar 2025 starten konnte. Bereits in der Vorbereitungsphase wurde der „Dritte Runde Tisch“ organisiert und erste Interviews mit Landwirt*innen aus der Region geführt. Diese Gespräche lieferten wertvolle Impulse für die bedarfsgerechte Ausgestaltung des Projekts und zeigen: Das Interesse ist da – jetzt braucht es konkrete Umsetzungsschritte für die Praxis.

Projektpartner*innen sind u.a. neben der BTU Landwirt*innen der Region (H. Engel und E. Zijlstra sowie weitere Landwirt*innen als Interviewpartner*innen), Vertretende von Sozialen Trägern
(W. Futterlieb – Geschäftsführer LIONCARE Wohnen und Pflege GmbH und weitere), das Leibnitz-Institut für Agrarlandschaftsforschung (ZALF), die Fachstelle für Altern und Pflege im Quartier des Landes Brandenburg (FAPIQ) und die DASoL (Deutsche Arbeitsgemeinschaft Soziale Landwirtschaft).

Kontakt

Dipl.-Ing. Annegret Huth
Praxisforschungsstelle für Lebensmodelle im Alter auf dem Land an der KHSB

Telefon: 033432 71622
Mobil: 01520 2034087
E-Mail: a.huth@pfs-heinersdorf.de