Um die Weite und die besonderen Herausforderungen unseres Transferraums nicht nur in der Theorie zu erklären, sondern greifbar zu machen, haben wir uns für ein besonderes Format entschieden: Wir konzipierten den ersten Tag der Vor-Ort-Begehung als moderierte Busreise – gewissermaßen als „Kaffeefahrt“ quer durch unsere Projektregion. Begleitet wurde die Fahrt zudem von unseren Co-Forschenden aus den Praxisforschungsstellen sowie den Mitgliedern des AlterPerimentale-Beirats, Almut Peukert, Günther Thiele und Hendrik Nolde.
Start in der Peripherie: Schenkendöbern
Gestartet sind wir ganz bewusst in der Peripherie: in Schenkendöbern, einer weitläufigen Flächengemeinde mit 16 Ortsteilen in der Nähe von Guben/Gubin. Mit der Gemeinde verbindet uns eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Hier kam das Gremium zum Auftakt nicht nur mit dem Projektteam zusammen, sondern direkt mit den Menschen vor Ort: Bürger*innen und der Bürgermeister aus Schenkendöbern.

Pitch-Bühne Reisebus &
Erzälcafé in Cottbus
Nach dem Auftakt startete der Reisebus gen Süden. Die Fahrzeiten zwischen den Stationen wurden intensiv genutzt: Alle Werkstattprojekte und Praxisforschungsstellen hatten auf der Fahrt die Gelegenheit, ihre Arbeit zu pitchen, Entwicklungen der letzten Monate vorzustellen und direkt mit den Gutachter*innen ins Gespräch zu kommen.

Der erste große Halt führte uns in das Soziokulturelle Zentrum nach Cottbus-Sachsendorf. Dort hatte Claudia Arndt von PFS Cottbus ein Erzählcafé zum Thema „Alltagt früher und heute“ organisiert. Für das Gremium war dies ein Programmpunkt, um unsere methodische Arbeitsweise in der Praxis zu erleben, da Erzählcafés ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit sind.
Von Rothenburg bis Görlitz:
Podcast-Premiere
Die zweite, längere Etappe führte uns weiter über die Landesgrenze in den Landkreis Görlitz, wo wir in der Gemeinde Rothenburg/Oberlausitz (ca. 30 Kilometer nördlich der Stadt Görlitz) Station machten. Der dortige Austausch fand im Mehrgenerationenhaus der Diakonie St. Martin statt, wo uns der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde, Herr Garack, begrüßte. Die Diakonie ist dabei nicht nur Teil des Regio-Health-Netzwerks unseres Werkstattprojekts AgePol eingebunden, sondern soll in der zweiten Förderperiode auch Ausgangspunkt für das neue Werkstattprojekt mit dem Projekttitel Waldgarten werden. Dieser Programmpunkt bot bewusst Raum für weiteren informellen Austausch zwischen dem Gremium und unserer Initiative.

Auf der letzten kurzen Busetappe in Richtung Görlitz präsentierten sich die verbleibenden Projekte. Ein besonderes Highlight auf den letzten Kilometern war die gemeinsame Hörprobe der ersten Folge unsere neuen AlterPerimentale-Podcasts. Bevor die Reise an der Unterkunft, dem Parkhotel in Görlitz, endete, fuhr der Bus noch direkt am Ladenlokal der Praxisforschungsstelle Görlitz vorbei, um dem Gremium einen räumlichen Eindruck der Präsenz vor Ort zu vermitteln.
Tag 2: Formeller Austausch und ein positiver Ausblick
Nach den lebendigen Eindrücken aus der Praxis stand am zweiten Tag der formellere Teil der Begehung in den Räumlichkeiten der Hochschule Zittau-Görlitz auf dem Programm. Die Steuerungsgruppe der AlterPerimentale hielt einen Rahmenvortrag, der die Ergebnisse der ersten Förderperiode bündelte und strategische Ausblicke auf die geplante zweite Förderperiode gab.

Im Anschluss entwickelte sich eine spannende und konstruktive Diskussion zwischen dem Projektteam und dem Begutachtergremium. Als die Vor-Ort-Begehung am Mittag offiziell endete, konnten wir nur auf anderthalb sehr erfolgreiche Tage zurückblicken. Ein großartiger Meilenstein für die auslaufende erste Förderperiode.
*** Wir danken allen Co-Forschenden und Teammitgliedern, die diese Vor-Ort-Begehung durch ihr großes Engagement möglich gemacht haben! Ein besonderer Dank gilt zudem unserem AlterPerimentale-Beirat sowie Thies Johannsen (TU Berlin) für das wertvolle Feedback und die Unterstützung bei unserer Probe-Vor-Ort-Begehung.
