Vom 29. Juni bis 3. Juli war der Lenkungsbereich 1 der AlterPerimentale beim World Planning Schools Congress (WPSC) in Helsinki und Espoo vertreten. Mit zwei Beiträgen knüpften wir dort an das diesjährige Kongressthema „Peripheral Visions – Rethinking Planning“ an. Im Zentrum stand die Frage, wie in peripheren, ländlichen Räumen wie der Lausitz neue, konstruktive Perspektiven auf Alter und regionale Entwicklung entstehen können.
Vortrag: Caring Regions in der Session
Luisa Geldbach und Sascha Rentzsch stellten das Konzept der „Caring Regions“ vor. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass eine rein wirtschaftlich orientierte Strukturpolitik den Bedarfen unseres Transferraums oft nicht gerecht wird. Stattdessen rückt die AlterPerimentale zivilgesellschaftlich getragene und professionell flankierte Sorge-Netzwerke in den Mittelpunkt. Eine Caring Region entsteht dabei nicht auf einen Schlag, sondern im Zusammenspiel vieler kleiner, miteinander verbundener Sorge-Praktiken – durch den gemeinsamen, oft langwierigen Aufbau von Beziehungen, Vertrauen und sozialen Infrastrukturen vor Ort.

Posterpräsentation: Ergebnisse der Gemeindeumfrage
Christoph Thewes und Sascha Rentzsch präsentierten erste Ergebnisse einer Umfrage zur Integration älterer Menschen in die kommunale Planung. Eine zentrale Erkenntnis: Altersgerechte Kommunalpolitik ist kein isoliertes Vorhaben, sondern ein integrierter Prozess. Maßnahmen werden in der Praxis fast nie umgesetzt, ohne dass zuvor bereits Kooperationsstrukturen zwischen den beteiligten Akteuren bestehen.

Der Kongress in Finnland hat tolle Impulse für die weitere Arbeit der AlterPerimentale geliefert. Vielen Dank an die Universität Helsinki und die Aalto-Universität in Espoo für die Organisation dieser tollen Konferenz!
