Wir dürfen die erfreuliche Mitteilung machen: Die Transferinitiative AlterPerimentale wird für weitere drei Jahre im Rahmen der Förderlinie T!Raum des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.
Nach einer erfolgreichen Zwischenbegutachtung, deren Kernstück eine Vor-Ort-Begehung Anfang Juni 2026 war, geht das Projekt damit in seine zweite Förderphase. Das Gutachtergremium – bestehend aus Vertreter*innen des Projektträgers Jülich, des Ministeriums und des T!Raum-Beirats, der aus renommierten Wissenschaftler*innen besetzt ist – erlebte den ersten Tag als eine als „Kaffeefahrt” moderierte Busreise durch die Projektregion, bei der es sich von der Arbeit der Initiative überzeugen konnte. Die Route führte von Schenkendöbern (stellvertretend für die Zusammenarbeit mit Gemeinden in der Region) über ein Erzählcafé im Soziokulturellen Zentrum Cottbus im Rahmen der Brandenburgischen Seniorenwoche bis zum Austausch im Mehrgenerationenhaus Rothenburg/Oberlausitz und schließlich zum Projektpartner an der Hochschule Zittau/Görlitz. Während der Fahrt stellten alle bisher gestarteten Werkstattprojekte und die drei Praxisforschungsstellen der AlterPerimentale ihre Arbeit vor. Am zweiten Tag wurde an der Hochschule Zittau/Görlitz eine vertiefte wissenschaftliche und förderstrategische Befragung zum Stand der AlterPerimentale durchgeführt.
Die Entscheidung bestätigt den Weg der AlterPerimentale, den demografischen und strukturellen Wandel in der peripheren deutsch-polnischen Grenzregion Brandenburgs und Sachsens gemeinsam mit den Menschen vor Ort zu gestalten, um zu einer besseren Lebensqualität älterer Menschen in ländlichen Räumen beizutragen.
Vor dem Hintergrund einer alternden Bevölkerung, des Strukturwandels in der Lausitz und zunehmender Herausforderungen in der Daseinsvorsorge entwickelt die AlterPerimentale gemeinsam mit Akteuren aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Praxis neue Lösungen für gutes Leben im Alter, etwa im Umgang mit neuen Technologien oder bei der Gestaltung von Wohn- und Lebensräumen. Dabei geht es der Initiative auch darum, ein neues Bild vom Altern auf dem Land zu zeichnen: Statt oft negativ geprägter Vorstellungen von Alter, Ländlichkeit und Strukturwandel versteht die AlterPerimentale ältere Menschen als aktive Gestalter ihrer Lebenswelt und als Impulsgeber*innen für einen nachhaltigen Wandel in der Region.
Mit Blick auf die Verlängerung sagt Prof. Dr. Alexandra Retkowski (BTU), Projektleiterin der AlterPerimentale: „Wir freuen uns sehr über die Fortsetzung unserer Arbeit. Die zweite Förderperiode gibt uns die Möglichkeit, die in den letzten drei Jahren aufgebauten Strukturen und Netzwerke zu verstetigen und gemeinsam mit unseren Partner*innen vor Ort weiterzuentwickeln. Besonders freut mich, dass unser Ansatz, gemeinsam mit den Menschen vor Ort zu forschen, weiter überzeugen konnte. Das ist vor allem ein Erfolg der Menschen, die sich in den Praxisforschungsstellen und Werkstattprojekten einbringen.”
Die Förderung eröffnet der AlterPerimentale die Möglichkeit, die bestehenden Praxisforschungsstellen, lokale Anlaufstellen, an denen Wissenschaft und Praxis zusammenarbeiten, weiter zu verstetigen; neue Werkstattprojekte zu relevanten Themen wie Einsamkeit oder Mobilität zu entwickeln und die gemeinsame Transferarbeit hochschulübergreifend langfristig in der Region zu verankern. Gemeinsam mit den Partnern aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Praxis wird die Initiative auch in den kommenden Jahren daran arbeiten, gute Lebens- und Arbeitsbedingungen für ältere Menschen in ländlich-peripheren Räumen mitzugestalten.
